Trosa 

Trosa liegt 10 km südlich am Meer. „Världens Ände“ – „das Ende der Welt“, so lautet der Spitzname des Städtchens am südlichen Schärengarten, das im 14. Jh. ca. 5 km weiter nördlich be der noch erhaltenen mittelalterlichen Kirche lag.

1445 zerstörten Klaus Störtebekers Piraten den Ort. Als der Fluss zu verlanden drohte, verlegte man 1610 die Siedlung küstennah an die Flüssmündung. Auch hier war sie vor Feinden nicht sicher. „Hier gibt es nichts Bemerkenwertes“, schrieb Carl von Linné nach einem Besuch 1741. Kein Wunder, denn der Wiederaufbau war nach der Zerstörung durch die Russen 1720 noch nicht abgeschlossen. Damit war aber Linné der letzte einflussreiche Schreiber, der Trosa abwertend beschrieb, denn in den vergangenen 200 Jahren kamen zahlreiche prominente Besucher und bestaunten das “Ende der Welt“ und gestanden ihre Liebe ein.

Trosa ist eine idyllische Kleinstadt mit schmalen Gassen auf beiden Seiten des kleinen Flusses, mit Kopfsteinpflaster und schmiedeeisernen Laternen, mit roten, gelben und blauen Holzhäuschen aus dem 18./19. Jh., die selten höher als ein Stockwerk sind. Dazwischen viel Grün und Vogelsang, eine Oase vergangener Tage, die man nicht emotionslos beschreiben kann – und warum sollte man es?